Jetzt steht die Unbekannte im Exponenten — oder im Logarithmus. Die Strategie hängt von einer einzigen Frage ab: Lassen sich beide Seiten auf dieselbe Basis bringen?
Fall 1 — gemeinsame Basis. Dann genügt ein Exponentenvergleich, ganz ohne Logarithmus.
2x+1=8=23⇒x+1=3⇒x=2
Fall 2 — keine gemeinsame Basis. Dann logarithmierst du beide Seiten und holst den Exponenten mit dem Potenzgesetz herunter.
3x=20⇒x=log320=ln3ln20≈2.73
Trick — Substitution. Taucht die Basis quadratisch auf, wird es mit einer Ersetzung zur quadratischen Gleichung. Bei 52x−6⋅5x+5=0 setze u=5x (beachte 52x=(5x)2=u2):
u2−6u+5=0⇒(u−5)(u−1)=0⇒u=5 oder u=1
Zurück: 5x=5⇒x=1 und 5x=1⇒x=0. Beide gültig, da u>0.
Erst mit den Logarithmusgesetzen zu einem Logarithmus zusammenfassen, dann entlogarithmieren. Und: das Argument eines Logarithmus muss positiv sein — also Definitionsmenge notieren und am Ende prüfen.
Musterbeispiel. log(x)+log(x−3)=1 (Basis 10), Definitionsmenge x>3.
log(x(x−3))=1⇒x(x−3)=10⇒x2−3x−10=0⇒(x−5)(x+2)=0
Kandidaten x=5 und x=−2. Wegen x>3 bleibt nur x=5.
a) 23x=32
b) 5x=40 (auf zwei Nachkommastellen)
c) log2(x)+log2(x−2)=3 (Definitionsmenge!)
d) 4x−5⋅2x+4=0 (Substitution)