Warum gibt es überhaupt verschiedene Zahlbereiche? Weil jeder neue entsteht, wenn im alten eine Gleichung keine Lösung hat. Genau dieser rote Faden macht die Zahlenmengen logisch statt auswendig.
N={1,2,3,…} — die natürlichen Zahlen zum Zählen. Aber x+5=2 hat hier keine Lösung.
Z={…,−2,−1,0,1,2,…} — die ganzen Zahlen lösen das. Aber 3x=2 hat hier keine Lösung.
Q={ba∣a,b∈Z,b=0} — die Brüche lösen das. Aber x2=2 hat hier keine Lösung.
R — die reellen Zahlen füllen die Lücken mit den irrationalen Zahlen wie 2 oder π (unendliche, nicht-periodische Dezimalzahlen).
Es gilt die Kette N⊂Z⊂Q⊂R — jede Menge steckt in der nächstgrösseren.
Warum ist 2 irrational?
Angenommen, 2=ba wäre ein vollständig gekürzter Bruch. Dann ist a2=2b2, also a2 gerade, also a gerade, also a=2c. Einsetzen: 4c2=2b2⇒b2=2c2, also ist auch b gerade. Dann waren a und bbeide gerade — Widerspruch zu «vollständig gekürzt». Also lässt sich 2nicht als Bruch schreiben.
Periodische Dezimalzahlen sind rational. Trick: mit einer Zehnerpotenz multiplizieren und subtrahieren. Für x=0.36:
Ein Intervall ist ein zusammenhängendes Stück der Zahlengeraden. Eckige Klammer = Rand gehört dazu, runde Klammer = Rand gehört nicht dazu:
[a,b] — geschlossen: a≤x≤b
(a,b) — offen: a<x<b
[a,b) — halboffen: a≤x<b
(a,∞) — bei ∞ steht immer eine runde Klammer (Unendlich ist keine Zahl).
Mengenschreibweise dazu: [−1,2)={x∈R∣−1≤x<2}. So sieht dieses Intervall auf der Zahlengeraden aus — gefüllter Punkt = dabei, offener Punkt = nicht dabei:
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import matplotlib.pyplot as plt
fig, ax = plt.subplots(figsize=(7, 1.4))
ax.axhline(0, color='black', lw=1)
for t in range(-3, 4):
ax.plot(t, 0, 'k|', ms=10)
ax.annotate(str(t), (t, 0), textcoords='offset points', xytext=(-4, -16))
ax.plot([-1, 2], [0, 0], lw=6, alpha=0.35, color='C0') # das Intervall
ax.plot(-1, 0, 'o', color='C0', ms=10) # -1 gehoert dazu
ax.plot(2, 0, 'o', mfc='white', color='C0', ms=10) # 2 gehoert nicht dazu
ax.set_ylim(-1, 1); ax.axis('off')
ax.set_title('Intervall [-1, 2)')
plt.show()